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Tipps für einen schönen und gesunden Rasen

Richtig Gießen, mähen, vertikutieren, düngen und säen: So hältst du deinen Rasen gesund und saftig grün.

Jeder Gartenbesitzer wünscht sich einen dichten und saftig grünen Rasen. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass die Grünfläche im Sommer auch regelmäßig gegossen wird. Wie viel Wasser für den Rasen empfohlen ist und welche Tipps es noch für einen dauerhaft gepflegte Rasen gibt erfährst du in diesem Beitrag.


Das Gießen des Rasens

Wenn es draußen heiß ist, ist es wichtig, dass du deinen Rasen genug wässerst. Zwei- bis dreimal in der Woche sollte in Trockenphasen gegossen werden. Dabei sollte eine Dauer von mindestens 20 bis 30 Minuten Spindelmaher-vergleich-rasensprinklereingehalten werden. So ist gewährleistet, dass das Wasser auch die bis zu zehn Zentimeter tiefen Wurzeln des Rasens erreicht und nicht nur an der Oberfläche des Bodens eindringt. Das würde das Gras nämlich dazu anregen, Wurzeln eher an der Oberfläche, statt in der Tief zu bilden. Das wollen wir vermeiden, denn diese Wurzeln weit an der Oberfläche trocknen bei Hitze schneller aus. Experten sprechen von einer optimaler Wassermenge von 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter. Um herauszufinden wann das grüne Gras genug Wasser hat, kann man einfach ein leeres Glas auf den Rasen stellen. Nun stellst du den Rasensprenger an. Wenn sich in dem Glas dann ca. 1,5 cm Wasser gesammelt hat, hat der Rasen genug Wasser bekommen und du kannst den Sprinkler wieder ausschalten. Da Moos und Algen sich auf zu feuchtem Rasen wohl fühlen und dort anfangen würden zu sprießen, solltest du den Rasen wirklich nur in längeren Trockenphasen zusätzlich mit Wasser versorgen. 

Die beste Tageszeit für das Gießen ist am Morgen. Denn tagsüber heizt sich der Boden auf und das Gießwasser würde Abends mehr verdunsten, statt deinen Rasen mit Wasser zu versorgen. Allerdings sollte es auch nicht schon Mittag sein und die Sonne auf deine Grünfläche knallen. Dann würden die Wassertropfen auf dem Gras die Sonnenstrahlen verstärken und es könnte zu Verbrennungen kommen.

Regelmäßiges Rasenmähen ist wichtig

Mit einer der wichtigsten Pflegmaßnahmen ist das regelmäßige Mähen deiner Grünfläche. Es ist eine der effektivsten und dennoch einfachsten Vorraussetzungen für einen schönen und gepflegten Rasen. Vor dem ersten Mähen im Frühling, sollte man den Rasen erst einmal gründlich abharken. Über den Winter sammelt sich nämlich viel Laub, Steine, Äste und sonstige Störquellen auf dem Grün. Dann ist darauf zu achten, in der Hauptsaison von Frühling bis Herbst den Rasen mindestens einmal wöchentlich zu mähen. Man spricht von einer idealen Halmlänge von 4 cm. Wer mit seinem Spindelmäher einen Rasen wie auf dem Golfplatz will, kann ihn natürlich auch kürzer schneiden. Allerdings sollten man dann schon vorab einen gesunden und ordentlichen Rasen haben. Sollten der Boden nämlich bis jetzt eher ungepflegt sein, ist es möglich dass Wurzeln freiliegen und durch den kurzen Schnitt beschädigt werden.

Spindelmaher-vergleich-rasen-maehenWenn das letzte Mähen schon zu lange her ist und die Grashalme sehr lang sind, sollte man sich langsam an eine kürzere Schnittlänge herantasten. Es kann nämlich bei sehr langen Grashalmen sein, dass diese im unteren Teil schon vertrocknet sind und nur noch der obere Teil saftig grün ist. Schneidet man dann zu viel auf einmal weg, ist es möglich, dass der ganze grüne Teil mit abgeschnitten wird und der Rasen dann braune Flecken hat. Dann besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich vermehrt Unkraut an diesen Stellen ansiedelt. Braune und tote Stellen bedeutet für Unkraut nämlich mehr Licht und natürlich mehr Platz zum Ausbreiten. Man spricht auch von der Drittel-Regelung: ein Drittel der Blattmasse kann entfernt werden. Maximal die Hälfte, aber mehr sollte man vermeiden. Du solltest also darauf achten, den Rasen nicht länger als 10 cm werden zu lassen, am besten sogar nur 8 cm.

Wenn regelmäßige Rasenpflege für dich Standard ist und du deinen Rasen öfter als einmal die Woche mähst, kannst du dir überlegen, überhaupt einen Fangkorb zu nutzen. Dann kannst du den kurzen Rasenschnitt nämlich einfach liegen lassen. Die kleinen abgeschnitten Spitzen zersetzen sich dann auf deinem Rasen und sorgen für guten Humus. Das wiederum sorgt für einen guten und nährstoffreichen Boden und hilft zusätzlich an heißen Tagen die Feuchtigkeit ein wenig zu speichern und das Grün vor der Hitze zu schützen. Achte aber darauf, dass die abgeschnittenen Spitzen wirklich nicht zu lang sind und der Rasen auch nicht zu feucht ist. Sonst kann es nämlich passieren, dass es zu Klumpenbildung kommt. Diese Klumpen würden dann anfangen zu faulen und das würde verhindern, dass der Rasen mit Luft und Sonne versorgt wird. Mehr als ein bis zwei Zentimeter sollte der Abschnitt dann also nicht sein. Ansonsten solltest du doch lieber ein Grasfangkorb verwenden. Hier ist der Spindelmäher im Vorteil, da dieser den Rasenschnitt schön luftig und locker hinten bzw. vorne, je nach Modell, auswirft. So ist das Schnittgut besser verteilt und klumpt nicht.

Auch bei viel Unkraut auf dem Rasen, welches sogar schon blüht, solltest du lieber einen Fangkorb nutzen. Den Grünschnitt kannst du den dann entweder in die Biotonne oder auf deinen eigenen Komposthaufen* werfen. Oder aber du nutzt das ganze als Mulch unter Sträuchern, Blumenbeeten oder Bäumen. 

Blühendes Unkraut im Rasenschnitt kann, bei Verwendung an anderen Stellen, dazu führen, dass sich die Samen aus dem Unkraut in deinen Boden ansiedeln und an diesen Stellen dann natürlich wiederum Unkraut wächst. Deshalb sollte man solch Rasenschnitt lieber entsorgen oder an trockenen Stellen im Garten verwenden, welche zudem wenig Sonne bekommen.

Vertikutieren deines Rasens

Das Vertikutieren dient dazu, überschüssiges und totes Material, welches sich gerade über die Winterzeit bildet, zu entfernen. Diese Filzschicht verhindert die Wasseraufnahme des Bodens und sollte im Frühjahr entfernt werden, da sich ansonsten Moos bildet. Außerdem wird beim Vertikutieren der Rasen und Boden leicht verletzt, dies können Pflanzen am Besten in der Wachstumsphase, also im Frühling verkraften. Da Vertikutierer den Boden anritzen, sollte darauf geachtet werden, die Geräte nicht zu tief einzustellen. Wenige Millimeter sind völlig ausreichend, ein Zentimeter wäre schon zu viel! Mit maximal fünf Millimeter ist man auf der sicheren Seite. 

Ob nach oder vor dem Frühjahrsdüngen vertikutiert werden soll, darüber scheiden sich die Geister. Wir empfehlen im Frühjahr erst zu düngen und danach zu vertikutieren. So bekommt der Rasen erst Nährstoffe und hat dann noch etwas Zeit sich von dem Winter zu erholen und zu kräftigen, bevor vertikutiert wird. Den richtige Zeitpunkt hierfür kann man nicht ganz genau festlegen. Das hängt von der Witterung ab, wann der Frühling denn nun endlich erwacht. Man kann sich da aber an anderen Gewächsen orientieren. Wenn stellenweise schon die ersten Pflanzen wachsen und blühen, ist der richtige Zeitpunkt zum Düngen und demnach auch zum Vertikutieren. Wie empfehlen also folgenden Ablauf:

  1. Im März den Rasen auf etwa vier Zentimeter kürzen. Dabei aber nicht mehr als die Hälfte weg nehmen. Das Gras sollte also vorher nicht länger als acht Zentimeter sein. Ansonsten kann man eine Woche vorher schon mal vorkürzen.
  2. Danach die Frühjahrsdüngung vornehmen.
  3. Ein bis zwei Wochen nach dem ersten Schnitt, wird der Rasen dann nochmals auf eine länge von zwei bis drei Zentimeter gemäht.
  4. Jetzt kann man mit dem Vertikutieren beginnen. Du solltest aber darauf achten, dass der Rasen zu dem Zeitpunkt trocken ist.
  5. Zu guter letzt den entfernten Rasenfilz aufsammeln, entsorgen und an kahlen Stellen Rasensamen aussähen. Anschließend die Fläche wenig belasten damit der Rasen nachwachsen kann.

Etwas Sand nach dem Vertikutieren lockert den Boden auf und sorgt für gute Belüftung des Bodens und einen besseren Wasserablauf. Das ist nicht unbedingt nötig, kann bei stark belasteten und verdichteten Böden aber helfen, den Untergrund für einen gesunden und saftig grünen Rasen zu verbessern.

Kommen wir zum Thema Rasen düngen

Je gesünder und dichter dein Grün ist, desto schöner ist natürlich der Ausblick in den Garten. Das Düngen hilft aber auch bei der Bekämpfung von Unkraut wie Löwenzahn und Klee. Wann das erste mal gedüngt wird, haben wir einen Punkt vorher ja schon klar gestellt. Die zweite Düngergabe sollte dann im Juli oder August erfolgen. Je nachdem wann die erste Düngung erfolgte, zwei bis drei Monate später. Es kommt auch darauf an, welche Rasenart du hast und ob du, wie beim Thema Mähen schon angesprochen, deinen Rasen mehr als einmal die Woche kürzt und den Grasschnitt als Kompost liegen lässt oder nicht. Wenn du ihn liegen lässt, bekommt der Rasen dadurch über das Jahr verteilt ja schon Nährstoffe. Dann reicht es aus nur zweimal im Jahr zusätzlich zu düngen. Andernfalls kannst du auch dreimal im Jahr düngen. Genauso entscheidend ist auch, ob du einen reinen Zierrasen hast, der wenig belastet wird oder ob deine Kinder regelmäßig auf dem Rasen toben und dieser dadurch stärker beansprucht wird. 

Für den Frühling und Sommer empfiehlt sich ein stickstoffhaltiger Langzeitdünger. Empfehlenswert und sehr beliebt ist der Rasendünger von Compo*. Du kannst dich hierzu aber natürlich auch selbst umsehen oder im Fachmarkt beraten lassen. Im Herbst kann man dann entweder den selben Dünger verwenden oder man nimmt einen speziellen Herbstdünger*. Dieser enthält mehr Kalium und sorgt somit für eine gute Winterhärte. 

Und zu guter Letzt: Rasen nachsäen

Spindelmaher-vergleich-rasen-säenDie grüne Fläche leidet während des Winters schon mal teilweise. Zudem kann im vorherigen Sommer die Sonne an einigen Stellen den Rasen verbrannt haben. Dann ist es an der Zeit den Flickenteppich wieder ansehnlich zu machen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Frühling, wenn der Boden schon leicht warm ist. Zu warm sollte dieser allerdings auch nicht sein, damit die Feuchtigkeit nicht zu schnell verdunstet. Im Boden sollte eine durchgängige Mindesttemperatur von ca. 10 °C herrschen. Zudem solltest du darauf achten, dass es an dem Tag nicht regnet und einigermaßen windstill ist. Schließlich wollen wir ja, dass die Samen an Ort und Stelle bleiben und nicht von Wind und Wetter weggetragen werden.

Feucht und locker, das ist der beste Zustand des Untergrundes vor dem aussäen. Bei ganz kleinen Stellen kannst du auch einfach ein paar Samen von Hand drüber streuen, ohne den Boden großartig vorzubereiten, das bleibt dir überlassen. Größere Stellen sollten aber etwas vorbehandelt werden. Hierzu entfernst du altes Material und lockerst an der Stelle den Boden etwas auf. Du kannst ihn auch mit ein wenig Sand vermischen. Das sorgt für mehr Sauerstoff im Boden und guten Wasserablauf. Solltest du größere Stellen zum Flicken haben, achte darauf, dass diese gleichmäßig eben sind. Dies kannst du zum Beispiel mit einem Rechen oder Brett erreichen, einfach gerade abziehen und fertig. Nun den Boden gut anfeuchten und den Samen einbringen, dafür eignet sich am Besten ein Handstreuer oder Streuwagen*, welche schon ab 10 € angeboten werden. Damit ist auch wirklich gewährleistet, dass die Samen gleichmäßig verteilt werden. Du kannst dir solch eine Streuhilfe kaufen und diese dann auch für das regelmäßige Düngen verwenden. Oder aber du leihst dir so ein Gerät im Baumarkt oder Gartenhandel aus. Zuletzt kannst du das Ganze noch mit einem Brett leicht andrücken.

Achte unbedingt darauf, dass der Rasen nach dem Säen feucht gehalten wird. Ist dieser nämlich einmal gekeimt, darf er nicht wieder austrocknen. Es sollte also mindestens alle drei Tage gewässert werden, das musst du übernehmen solange es nicht regnet. Zudem solltest du es vermieden, den Rasen zu betreten, zumindest an den geflickten Stellen. Erst wenn die Stellen nachgewachsen sind, kannst du das Grün wieder voll belasten

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